Glossar

Anschluss Ertrag Montage
Arbeit Förderungen Netzbetreiber
Azimut Gemeinschaftsanlagen Netzkopplung
Bauabzugsteuer Gesundheitsbelastung Photovoltaik (PV)
Baugenehmigung Gewerbe Stromanbieter
CO2-Reduktion Gewinn Stromfarbe
Dach, Wand, Freifläche Hunderttausend Dächer Umsatzsteuer
Dachneigung Kritik der PV Umweltbelastung
EEG kWh Wechselrichter
Einspeisevertrag kWp Wirtschaftlichkeit
Einspeisezähler Leistung Versicherung
Energierücklaufzeit  Module Zellenart

Anschluss
Schema für eine netzgekoppelte PV-Anlage mit vollständiger Einspeisung (d.h. der ganze erzeugte Solarstrom wird eingespeist) 

Arbeit:

Die elektrische Arbeit ist das Produkt aus Leistung und Zeit. Die Einheit ist meist Kilowattstunden (kWh).

Azimut:
Der Winkel zwischen der Vertikalebene und der Südhälfte der Meridianebene. Zu gut deutsch, der Winkel zwischen Süden und der Himmelsrichtung, nach der die Module blicken. Gemessen wird normalerweise über Süden (0°), Westen (90°), Norden (180°) nach Osten (270°). Zur Vereinfachung gebe ich aber nur die Abweichung von Süden mit Ost oder West an (z.B. 5°O = 355°). Dass die Abweichung von Süden sich nicht so dramatisch auf den Ertrag aus wirkt, kann man aus der Tabelle (unter Ertrag) sehen. 
Diesen Winkel kann man selber anhand des Lageplans oder Bauplans mit einem Geo-Dreieck oder einem anderen Winkelmesser zur angegebenen Südrichtung leicht ermitteln. Hierbei muss es nicht auf das Grad genau stimmen.

Bauabzugsteuer

Für Bauherren, die für Bauleistungen über 5.000,- EUR pro Jahr an eine Baufirma bezahlen, gilt eine neue gesetzliche Verpflichtung. Ab 1.1.2002 hat der Unternehmer (und der PV-Einspeiser ist ein solcher, vgl. Umsatzsteuer) 15% des Rechnungsbetrages einzubehalten und an sein Finanzamt als sog. Bauabzugsteuer abzuführen. Der Bauherr haftet dem Fiskus gegenüber sogar für diese Steuer. Für den (angehenden) Betreiber einer Solarstrom-Anlage treffen diese Voraussetzungen unstreitig zu!
Aber der Solarinstallateur kann eine Freistellungsbescheinigung seines Finanzamtes Ihnen vorlegen und den o.g. Abzug verhindern. Dadurch erhält dieser den ganzen Rechnungsbetrag (nicht nur 85%) von Ihnen und Sie sind v.a. aus der Haftung! Sie haben nur noch die Sorgfaltspflicht, sich durch Nachfrage beim Info-Telefon 0180 / 1020309 (für Ober-, Niederbayern und Schwaben) oder durch Online-Abfrage beim Bundesfinanzministerium (nur zu üblichen Geschäftszeiten; Anleitung) von der aktuellen Gültigkeit dieser Bescheinigung zu überzeugen. Hierzu benötigen Sie die Steuernummer und die sog. Sicherheitsnummer des Installateurs (in Freistellungsbescheinigung ausgewiesen).
Also unbedingt sich die Freistellungsbescheinigung vom Solarinstallateur vorlegen lassen, auf Gültigkeit überprüfen (mit einem Vermerk bzw. Ausdruck) und zu den (Solar-)Unterlagen hinzufügen. Späterem Ärger ist damit vorgebeugt worden. 
(Fragebogen und Merkblatt des Finanzministeriums zur Bauabzugsteuer) 

 
Baugenehmigung:
"Sonnenkollektoren und Photovoltaikanlagen sind unabhängig von ihrer Größe in der Dachfläche, in der Fassade oder auf Flachdächern genehmigungsfrei. Freistehende Sonnenkollektoren bzw. Photovoltaikanlagen sind bis zu einer Größe von 9 m² genehmigungsfrei. Gleiches gilt für auf der Dachfläche aufgeständerte Anlagen, wenn auch hier eine Größe von 9 m² nicht überschritten wird." (Auszug aus einem Kommentar zum Art. 69 Abs. 3 S. 1 Nr. 2a BayBO 1994)
PV-Anlagen über 1 kWp nehmen i.d.R. mehr als 9 m² ein. Sie sind normalerweise nicht aufgeständert, sondern werden meist parallel zur Dachhaut mit nur geringem Abstand befestigt. Somit trifft nach einhelliger Meinung das Kriterium "in der Dachfläche" hier zu. Die meisten Sonnenkollektoren (also solarthermische Anlagen) sind übrigens nicht in der Dachfläche integriert!

CO2-Reduktion

Die eingesparte CO2-Emission (kg/t) einer PV-Anlage. Hier ist Menge an CO2 (in kg) gemeint, die bei der Produktion der gleichen Strommenge in einem kalorischen Kraftwerk freigesetzt würde. Nach der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie liegt sie bei 0,53 kg/kWh. Der Solarenergie-Förderverein (unter 8.) spricht von 1 kg/kWh. (vgl. auch Energierücklaufzeit und Kritik der PV)

Dach, Wand, Freifläche:

Der verbreitendste und ertragreichste Fall ist sicher das Dach. Die Wandmontage ist auch nicht zu verachten (vgl. Ertrag bei senkrecht d.h. 90°). Aber der Verbrauch von unbebauten Flächen ist nur bei unbewirtschafteten und unbeschatteten Südhängen sinnvoll und hat allgemein nur wenig mit umweltbewußten Gedanken zu tun. 

Dachneigung:

Der Winkel der Modulflächen, die üblicherweise parallel zur Dachhaut sind, zu der Horizontalen. Die Idealneigung 30-35° erfüllen normalerweise alle Neubauten in unserem Raum. Dass die Abweichung von diesem Idealwert sich nicht so dramatisch auf den Ertrag aus wirkt, kann man aus der Tabelle (unter Ertrag) sehen. Eine waagrechte Anbringung und auch eine Wandmontage ist - außer bei  Beschattungen - nicht zu verachten.
Der Neigungsgrad für das eigene Dach ist im Bauplan angegeben.

EEG

= Erneuerbare Energiengesetz: Seit 1.4.2000 wird ein angemessener Mindest-Strompreis für die PV-Einspeiser vorgeschrieben. Für bis 31.12.2001 installierte Anlagen für 20 Jahre (+ Jahr der Inbetriebnahme) 99 Pfennig pro kWh. Neuere Anlagen (nach 31.12.2001 pro Jahr 5% gekürzt) bekommen weniger. Ziel ist es die Modulpreise durch gesteigerte Produktion zu verringern und gleichzeitig den Anteil regenerativer Energien am Strom-Mix (vgl. Stromfarbe) zu erhöhen. Ersteres wird durch garantierte hohe Einnahmen für Investoren erreicht und letzteres durch eine Abnahmepflicht der Netzbetreiber. Ein genial einfaches Konzept, das sich nur eines Gesetzes bedient und keine Staatsmittel verbraucht. Das Anschieben der Nachfrage hat jedenfalls so gut gewirkt, dass zwischenzeitlich die deutsche Nachfrage den Weltmarkt beeinflusst. (Gesetzestext)
Ab dem 1.1.2004 erhöht sich nach dem sog. Vorschaltgesetz die Einspeisevergütung für Gebäudeanlagen. 
    Einspeisepreise:   2001 - 2021    50,62 Ct pro kWh
                              2002 - 2022   48,09 Ct pro kWh
                              2003 - 2023   45,7   Ct pro kWh 
                             
2004 - 2024   57,40 Ct pro kWh (auf Dach unter 30 kWp)
                              2005 - 2025   54,53 Ct pro kWh u.s.w. 

Einspeisevertrag:

Vom Netzbetreiber (hier LEW) wird nach der Fertigmeldung des Elektroinstallateurs ein Vertragsangebot zugesandt. Als Anlage ist auch ein Fragebogen zur USt beigelegt. Der Einspeisevertrag (=Angebot) muss von Ihnen nicht unterschrieben werden, um einspeisen zu dürfen. Das EEG garantiert Ihnen die Stromabnahme zu dem gesetzlichen Mindestpreis. Nach den Erkenntnissen des Solarenergie-Förderverein e.V. (SFV) beharren die LEW nicht auf einen Vertrag.
Bis auf einen Punkt ist an dem Einspeisevertrag der LEW nichts auszusetzen:
(Zitat aus einem Vertrag aus dem Jahre 2001)

10. Haftung und Schadensersatz
Der Einspeiser haftet im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen für alle Schäden und Unregelmäßigkeiten, die LEW, sonstigen Dritten oder ihm selbst durch die Nichtbeachtung der Parallelbetriebsrichtlinien (Anlage 4) entstehen. Der Einspeiser stellt LEW von allen berechtigten Schadensersatzansprüchen frei, die Dritte gegenüber LEW aufgrund der Einspeisung bzw. des Parallelbetriebes geltend machen. Die Pflicht erstreckt sich auch auf Kosten eines eventuellen Rechtsstreits. Der Einspeiser haftet nicht, wenn der Schaden von LEW verursacht wurde. LEW haftet gemäß den §§6,7 AVBEltV (Anlage1).

Dazu meint ein Rechtsanwalt:
"... Die Regelung unter Nr. 10 ist nicht akzeptabel, zumindest unverständlich. Meines Erachtens haftet hier LEW hier beschränkt und der Einspeiser nur teilweise beschränkt. Auf der einen Seite habe ich sogar das Gefühl, daß LEW die Haftung des Einspeisers über das gesetzliche Maß erweitert. So scheint nämlich die Darlegungs- und Beweislast erweitert zu werden.
...
Man sollte gut überlegen, ob man nicht ohne Vertrag die Einspeisung abwickelt, wozu nach meiner Erfahrung LEW auch bereit ist. "
(wegen Ausfallwagnis vgl. Netzbetreiber)

Einspeisezähler:

Vom Netzbetreiber wird normalerweise der Einspeisezähler gestellt. Man sollte sich aber nicht der Meinung hingeben, dass dieser 100% richtig zählt. Die Eichung, die der Netzbetreiber nicht selbst vornimmt, muss gewisse Toleranzen in Kauf nehmen, da es schwer ist über ein großes Spektrum (geringste bis höchste Leistungen) genau zu messen. Dennoch ist die Messung genauer als die des internen Zählers im Wechselrichter. Außerdem wird danach der Strompreis abgerechnet! Also sind in den Daten die kWh des Einspeisezählers ausgewiesen. 
Meine bisherige Empfehlung einen eigenen Zähler einzubauen (max. 150,- DM), um sich die Zählergebühr (ca. 60,-DM pro Jahr) zu sparen, muss ich revidieren. Mittlerweile verlangen z.B. die LEW statt dessen eine Bearbeitungsgebühr. Zur Information: Laut BGB hat der Verkäufer die angebotene Ware beim Verkauf (wenn nicht schon in Verkaufsgebinde portioniert) zu messen (vgl. Marktfrau muss Gemüse wiegen). Die Eichung eines neuen Zählers gilt für 16 Jahre.   

Energierücklaufzeit:

Von Kritikern der PV wird immer noch angeführt, dass die für die Herstellung aufgewendete Energie nie mehr aus der Anlage herausgeholt wird. Das stimmt nicht! Durch die gesteigerte Produktion wird pro erzeugtem kWp der Energieaufwand bei Herstellung jedes Jahr geringer. Die sog. Energierücklaufzeit für PV-Module ist je nach Hersteller in unseren Breitengraden mit 3-4 Jahren angesetzt. Hinzu kommt der Energieaufwand für andere Komponenten (Wechselrichter) und Transport.  D.h. spätestens nach 5 Jahren ergeben sich schwarze Zahlen bei der Energiebilanz für die ganze Anlage. (vgl. auch CO2-Reduktion und Kritik der PV, sowie eine wissenschaftliche Abhandlung dazu))

Ertrag:

Der Ertrag wird durch den Einspeisezähler als elektrische Arbeit in kWh ermittelt. Er liegt in unserer Gegend bei durchschnittlich 850 kWh/kWp (vgl. aber die Daten-Seite).

Ermittlung des verminderten Jahresenergieertrages in Folge der Ausrichtung und Neigung bezogen auf die optimale Aufstellung:

Ausrichtung (Azimut)

(waagrecht)                       Neigung gegen die Horizontale                      (senkrecht)

10°

20°

30°

40°

50°

60°

70°

80°

90°

Süd 0°

90%

97%

99%

100%

99%

95%

90%

80%

75%

65%

10°

90%

95%

98%

99%

98%

95%

90%

80%

75%

65%

20°

90%

95%

95%

98%

95%

90%

85%

80%

75%

65%

30°

90%

95%

95%

95%

95%

90%

85%

80%

75%

65%

40°

90%

95%

95%

95%

95%

90%

85%

80%

70%

65%

50°

90%

95%

95%

95%

90%

90%

85%

80%

70%

65%

60°

90%

90%

95%

90%

90%

85%

80%

75%

70%

65%

70°

90%

90%

90%

90%

85%

85%

80%

75%

70%

60%

80°

90%

90%

90%

90%

85%

80%

75%

70%

65%

60%

Ost/West 90°

90%

90%

90%

85%

85%

80%

75%

70%

65%

60%

Die maximale relative Globalstrahlung (100%) wird bei einer Ausrichtung der Generatorfläche von 0° Süd und einem Neigungswinkel von 30° bis 35° erzielt.
Anwendung: Eine Referenzanlage hat z.B. bei einer Dachneigung von 35° und dem Azimutwinkel von 18° SSO (98%) einen durchschnittlichen Jahresertrag von 950 kWh/kWp, somit kann von 969 kWh/kWp als Grundlage (100%) für die Umrechnung der eigenen Ertragslage ausgegangen werden.

 

Verteilung der Jahreserträge:

Im Diagramm ist gut der höhere Ertrag in den Sommermonaten zu erkennen. Wenn die Installation bis zum Frühjahr erfolgt, kann man also die Sommerphase noch ausnützen. Denn das Jahr der Inbetriebnahme zählt beim EEG nicht zu den 20 Jahren. Das kann bei 3 kWp schon mal 1.000 € (immerhin ca. 5% der Investition) ausmachen. 

 

Förderungen:

Direkte Förderungen (sog. Subventionen) gibt es eigentlich nicht mehr. Vereinzelt gewähren aber Kommunen für die Errichtung von PV-Anlagen auf erworbene Neubaugrundstücke nachträglich einen Nachlass beim Kaufpreis. In manchen Bundesländern, wie Nordrhein-Westfalen, gibt es noch Zuschüsse zu PV-Investitionen. PV-Anlagen sind nicht nach dem Eigenheimzulage-Gesetz (auch nicht bei der Öko-Zulage) zulagenbegünstigt, da sie als selbständige Betriebsvorrichtungen keinen Gebäudebestandteil darstellen (außer im Dach integriert und gleichzeitig mit der Gebäudeerstellung montiert).   
Die wichtigste (unechte) Förderung ist natürlich der angemessene Strompreis nach dem EEG. Das HTD-Programm  hatte nur die Finanzierung erleichtert. Eine Online-Förderberatung gibt's unter www.solarfoerderung.de.

Gemeinschaftsanlagen:

Neben der Beteiligung (also durch Kapitaleinlage in einer Gesellschaft) an - meist größeren - PV-Anlagen gibt es die Möglichkeit, dass Anlagenbetreiber sich zusammenschließen. Es sind zwei Konstellationen möglich. Einmal eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) oder es treffen sich mehrere eigenständige Anlagenbetreiber zufällig auf einem Dach.
Stromlieferer:

GbR

Betreibergemeinschaft 

Eigentum  Gesamthandsvermögen
(jeder hat Anteil an Gemeinschaftsanlage) 
jeder besitzt eigene Anlage 
Einspeisevertrag 1 mehrere
Einspeisezähler 1
(gem. § 9 Abs. 2 EEG)
mehrere
Netzeinspeisepunkt 1 1 mehrere
HTD-Finanzierung
(überholt) 
eine Förderung 
mit einer 5-kWp-Grenze
mehrere Förderungen
mit je einer 5-kWp-Grenze
strittig unstrittig

Warum nun Gemeinschaftsanlagen? 
Einerseits spart man beim gemeinsamen Anlagenbau an Installationskosten und die Anschaffungskosten werden günstiger. Hier wird quasi eine größere Anlage auf mehrere Köpfe verteilt. Die Fördergrenze von 5 kWp will dabei jeder Betreiber/Beteiligter auszuschöpfen. 

Gesundheitsbelastung:

Hier kann völlige Entwarnung ausgerufen werden. PV-Anlagen sind keinesfalls der Gesundheit des Menschen abträglich! Man muss sich folgendes auch auf der Zunge zergehen lassen: 
Stofflich gesehen, haben wir einen Sandkasten mit Aluminium-Rahmen, ein paar Metallschienen und einer Kabelschleife auf dem Dach (vgl. Umweltbelastung).
Elektrisch betrachtet, liefert untertags eine Batterie über uns den äußerst unbedenklichen Gleichstrom, während nachts gar kein Strom fließt. Eine elektromagnetische Abstrahlung ist unmöglich, weil dazu ein Wechselstrom notwendig wäre. Es ist eher anzunehmen, dass eine Abschirmung (v.a. Mobilfunk- und Radiowellen) erfolgt. Andere Strahlen (z.B. radioaktive) sind ebenso ausgeschlossen. Allein der Wechselrichter und dessen Zuleitungen zum Hausanschluss weisen die gleiche E-Smog-Abstrahlung, wie das übrige Hausnetz auf. Dieser befindet sich aber meist im Keller.
Eine Beeinträchtigung der Gesundheit durch eine PV-Anlage wäre nur denkbar, wenn Sie immer untertags schlafen würden und dabei nach dem Wechselrichter greifen könnten.

Gewerbe:

Die Stromlieferung stellt grundsätzlich ein Gewerbe dar. Es stellt sich dann die Frage, ob bei der Kommune nun eine Gewerbeanmeldung erforderlich ist. Gleich vorweg: Nein! Also sparen Sie sich die Anmeldegebühr und evtl. Beiträge an Handwerkskammern. 
Nach der Gewerbeordnung ist es nicht notwendig, da diese Stromlieferung nur an einen Netzbetreiber erfolgt und also keine Beteiligung am allgemeinen wirtschaftlichen Waren- und Dienstleistungsverkehr (was es durch Gewerbeordnung ja zu überwachen gilt) erfolgt. 
Nach Auffassung der Gewerberecht-Arbeitstagung (Regierung von Niederbayern und Stadt Landshut) vom 19.7.2000 liegt kein Gewerbe vor:
"Es fehle an einer Gewinnerzielungsabsicht, da mit den Einnahmen nicht wesentlich mehr als die Selbstkosten erwirtschaftet werden, ... auch bei einer mit öffentlichen Mitteln geförderten Solaranlage bei Privatleuten und kleineren Gewerbebetreibenden keine Gewinnerzielungsabsicht vorliegen könne, da nach einer verhältnismäßig langen Phase der Refinanzierung nur ein unerheblicher Kostenüberschuss erwirtschaftet wird. Eine Gewinnerzielungsabsicht läge nach herrschender Meinung (vgl. Landmann-Rohmer-GewO I Einl. Nr. 53 f.) nur dann vor, wenn die Tätigkeit unmittelbar auf den Erwerb - im Sinne eines wirtschaftlichen Vorteils (Möglichkeit einer Gewinnerzielung) - gerichtet ist. Als Gewinn sei zwar jeder wirtschaftliche Vorteil, unmittelbar oder mittelbar, anzusehen. Das setze aber die Vermehrung eines Vermögens - deutlich über den Ausgleich eigener Unkosten hinaus - voraus."
Ein Rundschreiben des Regierungspräsidiums Stuttgart vom 15.5.2001 lässt sogar die Gewerbeanmeldung nicht zu:
"Zum Erfordernis einer Gewerbeanzeige nach § 14 GewO bei der Stromerzeugung durch Photovoltaikanlagen teilte das Wirtschaftsministerium Baden-Würtemberg mit [...], dass es sich bei dem herkömmlichen Fall der Stromerzeugung aus PV-Anlagen auf Hausdächern bei den dabei üblichen Größen nicht um eine gewerbliche Tätigkeit handelt, so dass evtl. Gewerbeanzeigen insoweit zurückzuweisen wären."
Mittlerweile (Schreiben vom 2.4.2002 an die Kommunen) vertritt das Landratsamt Unterallgäu die Auffassung, dass "beim herkömmlichen Fall der Stromerzeugung durch Photovoltaikanlagen auf Hausdächern bei den dabei üblichen Größenordnungen keine gewerbliche Tätigkeit" vorliegt. "Eventuelle Gewerbeanzeigen werden von uns deshalb künftig zurückgewiesen." 

Auch steuerlich ist eine Anmeldung nicht notwendig:
Gewerbesteuer, die ja der Kommune zufließt, fällt je nach Gewinn erst bei größeren Anlagen (ab ca. 80 kWp) an. Die Einordnung der PV-Anlage in den Bereich Gewerbe ist für die Umsatzsteuer total unwichtig. Wenn aufgrund einer abgegebenen USt-Voranmeldung oder -Erklärung vom Finanzamt ein "Fragebogen zur Gewerbeanmeldung" Ihnen zugeht, so werden darin nur die Daten für die steuerliche Grunderfassung abgefragt (der Fragebogen braucht nur einen Namen; vgl. "1.Schritt" unter Fiskus). Bei der Einkommensteuer werden die PV-Einnahmen generell den gewerblichen Einkünften zugerechnet (d.h. ohne Gewerbeanmeldung).

Gewinn:

Gewinn wird allgemein als der Überschuss der Einnahmen über die Ausgaben bezeichnet. Während sich der steuerliche Gewinn mit tatsächlichen Einnahmen und Ausgaben, sowie Abgrenzungen (z.B. Abschreibung) begnügt, verlangt der wirtschaftliche Gewinn mehr. Hier muss man die Verzinsung des eingesetzten Kapitals zusätzlich berücksichtigen. 
Je nach Ertrag ergeben sich deutliche Gewinn-Unterschiede bei den PV-Anlagen. (vgl. Gewinnaufstellung

Hunderttausend-Dächer-Programm (HTD):

Das HTD-Programm war eine Förderung der PV durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), aber nur in Form eines zinsgünstigen Darlehens (1,9%). Nur Anträge, die bis zum 26.6.2003 bei der Hausbank gestellt wurden, kamen zum Zuge. Abgewickelt (Antrag, Auszahlung, Verwendungsnachweis, Sicherheiten) wird es über die Hausbank.

Höhe des Darehens:    6.557,- EUR/kWp von 1-5 kWp, übersteigende Leistung nur die Hälfte
Auszahlung:               zu 100% (kein Disagio)
Zinssatz:                   z.Zt. 1,9%
Laufzeit:                   10 Jahre
Tilgung:                     ab dem 3. Jahr in Halbjahresbeträgen (=1/16)

kWh = Kilowattstunden = Einheit für elektrische Arbeit

kWp

= Kilowatt-Peak; Peak-Leistung oder Spitzen-Leistung bei Standardvoraussetzungen (STC): Einstrahlung 1000W/m² und Zellentemperatur 25°C; hier ist es die Nenn-Leistung der Module 

Kritik der PV:

Gegen die PV werden immer wieder die gleichen Argumente vorgebracht. Hier ist gebetsmühlenartige Aufklärung notwendig. Eine umfangreiche und übersichtliche Darlegung findet man beim Solarenergie-Förderverein e.V. 
Nur die Beeinträchtigung der Ansicht bei denkmalgeschützten Häusern ist schwer zu entkräften. Der hohe Anschaffungspreis wird durch die Einspeisevergütung zwar nicht aufgefangen, aber schon erheblich gedämpft (vgl. Wirtschaftlichkeit).
Die CO2-Reduzierung und die niedrige Energierücklaufzeit sind dagegen unbestreitbar!

Leistung:

Leistung ist das Produkt aus Stromstärke (in Ampere) und elektrischer Spannung (in Volt) (aber nur zu einem Zeitpunkt). Das Ergebnis wird in Watt (W) oder Kilowatt (kW) ausgewiesen. Leistung über eine Zeitdauer wird in elektrischer Arbeit ausgedrückt.
Die PV-Anlage hat eine Nenn-Leistung, die in kWp ausgewiesen wird. Genaugenommen ist es die Summe der Nenn-Leistungen aller Module zusammen. Die Nenn-Leistung des Wechselrichters liegt in der Regel darunter und wird in kW bezeichnet.
Die tatsächliche Leistung der PV-Anlage schwankt während der Einspeisedauer.

Module:

Sie bilden den Generator. Sie liefern uns den Strom, genauer: Arbeit. Obwohl sie eigentlich nur aus Sand (Silizium) bestehen, sind sie das Teuerste an der PV-Anlage (80-90%). Auf sie gibt es meist eine Leistungsgarantie von 25 Jahren (vgl. auch Energierücklaufzeit). Eine Lebensdauer von 30 Jahren und mehr ist eine durchaus realistische Annahme.
Die Unterscheidung in Hersteller habe ich bewusst unterlassen, weil es erstens unter den gleichen Modulen eines Herstellers aufgrund von Fertigungstoleranzen genug Leistungsdifferenzen (+/- 5% oder +/- 10%) gibt. Andererseits kommen bei den Wechselrichtern und nicht zu vergessen bei den geeichten Zählern Abweichungen vor. Lediglich die Zellenart wird ausgewiesen.
Der Wirkungsgrad eines Moduls sagt nichts über den Jahresertrag, sondern nur etwas über die benötigte Dachfläche aus. Dachflächen sind aber meist unbegrenzt verfügbar.

Montage:

Die Module werden auf Schienen befestigt, die über den Dachplatten verlaufen und durch Dachhaken stabil mit den Sparren verbunden werden (vgl. Baugenehmigung).

       
Seiten-, Oben- und Detailansicht

Die Module werden jeweils in Serie (d.h. der Plus-Anschluss wird mit dem Minus-Anschluss des nächsten Moduls verbunden) verklemmt. Folglich gehen nur zwei Kabel (+ und -) durch die Dachhaut zum Wechselrichter. Wenn kein Blitzableiter vorhanden ist, muss zusätzlich ein Erdungskabel an den Schienen befestigt werden. Der Wechselrichter befindet sich im Innenbereich (vorzugsweise im Keller wegen der ausgeglicheneren Temperaturverhältnisse). Danach führt die Verkabelung in den Zählerschrank, wo der Einspeisezähler (Achtung: man benötigt hier einen 2. freien Zählerplatz) ist. Von da aus geht's über den Hausanschluss ins Netz. (Im obigen Anschlussschema sind - nur zur Verdeutlichung der primären Einspeisung ins Netz - zwei Leitungen eingezeichnet, die außer Haus gehen. Tatsächlich werden sie im Hause zusammengeführt!) Den Hausfrauen sei gesagt, dass der Installationsaufwand und v.a. die resultierende Verschmutzung sich sehr in Grenzen hält. Bei ein bzw. zwei Kabeln (max. fingerdick) kann auf dem Putz verfahren werden. Ggfs. muss aber durch eine Decke gebohrt werden. 

Netzbetreiber:

Er besitzt das Stromnetz und verteilt d.h. liefert den Strom (hier LEW). Als Stromverteiler ist er nach dem EEG derjenige, der die Vergütung zu zahlen hat. Wenn Sie einen vom Netzbetreiber abweichenden Stromanbieter (z.B. Yello) haben, verlangt der Netzbetreiber vom Stromanbieter wiederum die EEG-Beträge. Somit können die Stromanbieter sich finanziell nicht den regenerativen Energien entziehen. Bei Öffnung des Strommarktes tauchten viele Dumping-Angebote auf und folglich gab es einige Konkurse. Dabei haben v.a. die Netzbetreiber Geldforderungen an diese Stromanbieter abschreiben müssen. Das sind nicht nur die Durchleitungsgebühren, sondern auch die an Einspeiser bezahlte EEG-Beträge. Darum wird nun in den Einspeiseverträgen dieses Ausfallwagnis auf den Einspeiser zurückgegeben (vgl. bei LEW in Abrechnung und Ziffer 4.2 des Einspeisevertrags).      

Netzkopplung:

Im Gegensatz zum Inselbetrieb, bei dem der erzeugte Strom in Solarbatterien gespeichert wird, hat die Netzkopplung eine Verbindung zum örtlichen Stromnetz (vgl. Anschluss). Der erzeugte Strom wird hierbei in das Netz eingespeist. Dieses stellt also eine günstige Batterie dar. Für die eingespeiste Arbeit bekommt man mittlerweile sogar einen vernünftigen Preis vom Netzbetreiber (vgl. EEG). Den Haushaltsstrom bezieht der Solarstromer wiederum zu normalen Tarifen. Früher, als der Einspeisepreis (17-18 Pfg./kWh) geringer als der Preis für bezogenen Strom (genauer Arbeit) war, wurde nur der Überschuss eingespeist. D.h. zuerst wurde der erzeugte Strom selber verbraucht und - gerade tagsüber im Sommer - der nichtverbrauchte Teil eingespeist. Durch das EEG ist jedoch eine 100%-ige Einspeisung möglich (vgl. Anschluss). Hierbei ist zusätzlich ein geeichter Zähler notwendig.

Photovoltaik (PV): (neue Rechtschreibung Fotovoltaik)

Die PV-Technik in den Zellen beruht auf dem sog. lichtelektrischen Effekt. Auf den Halbleiter trifft ein Lichtstrahl auf und ruft einen Elektronenfluss hervor.

Stromanbieter:

Der reine Stromhändler (z.B. Yello) verkauft den Strom indirekt, d.h. er stellt die Rechnung und der Netzbetreiber liefert physikalisch den Strom, wofür dieser sich das vom Stromanbieter wieder berappen lässt. Man spricht hier von einem Kommissionsgeschäft. 
Einem PV-Einspeiser empfehle ich einen Stromanbieter, der entweder zugleich der örtliche Netzbetreiber ist (z.B. LEW in ihrem Verbreitungsgebiet) oder so solide ist, dass er nicht in Konkurs gehen kann. Das Ausfallwagnis (vgl. Netzbetreiber) bleibt damit gering.

Ein Wort zur Stromfarbe:
Allen Werbestrategen zum Trotz, hat die Natur sich noch immer nicht bereit erklärt, ihrem Grundphänomen Elektrizität eine Farbe zu verleihen! Der elektrische Strom ist zwar messbar, aber er bekennt nur in Ausnahmesituationen (Lichtbogen, Blitz) Farbe (=Lichtwellen)! Seine Herkunft (d.h. der Ort der Einspeisung ins Netz) ist in Leitungssystemen, die mehrere Einspeisungsgeneratoren (AKW, PV, Wind, Wasser oder Kohle) haben, physikalisch nicht nachweisbar! Strenggenommen hat ein PV-Einspeiser, sobald er am Netz hängt, nicht seinen eigenerzeugten Strom verbraucht. Er verbraucht wie sein Nachbar den deutschland- oder netzweiten Mischstrom. Strom hat nun 'mal keine gelbe oder grüne Farbe! Es gibt nur eine "grüne" Einspeisung!!! Bei Zertifizierungen soll - und kann auch höchsten nur - diese "grüne Einspeisung" bescheinigt werden. Sie garantieren dem Käufer zertifizierten Stromes, aber nicht die regenerative Herkunft seines bezogenen (Misch-!!!)Stromes, sondern nur dass ein Teil der Einspeisung mit regenerativen Energien erfolgt. Mit diesen Zertifikaten wird bei umweltbewussten Kunden natürlich hausieren gegangen, d.h. ein höherer Strompreis abgeknüpft.  Man muss sich beim Kauf von teurem Ökostrom (z.B. aus PV-Energieparks) wirklich vor Augen halten: Bei Unterversorgung (nachts) bezieht man einen bestimmten Teil des verbrauchten Stromes aus herkömmlichen Kraftwerken und bei Überversorgung der Ökokunden wird der teuere Strom an Normalverbraucher geliefert. Man honoriert in dem teureren Preis nur die Herstellung und nicht die Lieferung des Ökostroms! Seriöse Firmen legen darum offen wie viel (in Megawattstunden) eingespeist wurde und wie viel (hoffentlich nicht mehr als eingespeist) an Ökokunden verkauft wurde. Gegen diese idealistische Finanzierung von Regenerativenergie-Projekten ist dann auch nichts einzuwenden. Doch leider ist auch hier dem Betrug die Tür geöffnet und ich frage mich ehrlich, wer diesen aufdecken will und kann? 
Sinn und Zweck - auch des EEG - ist es also die regenerative Einspeisung zu erhöhen und eine gleichmäßige Belastung aller Stromverbraucher herbeizuführen, statt den Ankauf von Ökostrom nur einzelnen Idealisten zu überlassen! 
(ist wohl doch mehr als ein Wort geworden)

Umsatzsteuer (USt; auch Mehrwertsteuer genannt):

Der Anlagenbetreiber ist ein Unternehmer im Sinne des Umsatzsteuergesetzes (UStG), weil er nachhaltig Umsätze tätigt (d.h. täglich einspeist). Voraussetzung für diese Unternehmereigenschaft ist nicht, dass ein Gewerbe angemeldet ist! In der Regel liegen die Umsätze im Jahr unter 32.500 DM (ab 2002: 16.620 EUR), weshalb der sog. Kleinunternehmer nach § 19 UStG keine USt-Erklärungen abgibt. Wird aber auf diese Kleinunternehmerschaft verzichtet (sog. Option) und in Stromabrechnungen mit dem Netzbetreiber die USt ausgewiesen, so muss dies dem Finanzamt mitgeteilt werden und die ausgewiesene USt (16% von z.B. 45,7 Ct/kWh), die zusätzlich vom Netzbetreiber bezahlt wurde, an das Finanzamt weitergereicht werden. Das ist zwar umständlich, bringt aber den Vorteil des Vorsteuerabzugs. Die in den Rechnungen des Installateurs ausgewiesene USt (sog. Vorsteuer) kann man dann vom Finanzamt wieder holen. Man hat dadurch nur den Netto-Betrag der Anschaffungen selber zu finanzieren. Jedoch ist dann nur der Netto-Betrag bei HTD gefördert. Dieser Verzicht greift für mindestens 5 Kalenderjahre. (vgl. Rundschreiben des Finanzministeriums). 
Der Netzbetreiber (hier LEW) befragt Sie, ob Sie USt ausweisen. Meist wird das mit dem Einspeisevertrag zugesandt. Sie müssen angeben:
        ob keine USt anfällt (sog. Kleinunternehmer)                   =    0%    oder
        ob USt als Regelunternehmer (also Option siehe oben)     =   16%    oder
        als normaler Landwirt (pauschalierender lt. § 24 UStG)  =    9%  ausgewiesen wird.
Nur der Regelunternehmer (16%) hat die vereinnahmte USt an das Finanzamt abzuführen.  
(vgl. auch Bauabzugsteuer)

Umweltbelastung:

Eine Umweltbelastung durch eine installierte PV-Anlage kann ausgeschlossen werden. Lediglich die Produktion verlangt einen Energie- und Stoffeinsatz. Module sind eigentlich nur Glasscheiben mit dünnen Silizium(=Sand)-Zellenplatten auf der Unterseite. Durch eine feine Siliconschicht (Feuchtigkeitsschutz) sind diese Solarzellen noch überzogen. Soweit besteht der Generator auf dem Dach nur aus natürlichen Stoffen! Hinzu kommt ein Aluminium-Rahmen zur Stabilität. Als Befestigung auf dem Dach werden Dachhaken und Schienen verwendet (Aluminium bzw. Edelstahl). All diese Bauteile können recyclt werden. (vgl. auch Kritik der PV, Gesundheitsbelastung, Energierücklaufzeit, CO2-Reduktion 

Versicherung:

Im Gegensatz zur steuerlichen Behandlung (vgl. Eigenheimzulage) gilt die PV-Anlage versicherungsrechtlich (leider!) als Gebäudebestandteil. D.h. die Brandversicherungssumme - und natürlich die Beiträge - erhöhen sich. Um die Anlage nun noch gegen Sturm und Hagel zu versichern, muss aber auch das ganze Haus mit versichert werden. Für Diebstall gilt eine Sonderregelung. 
Abweichend von diesen üblichen Versicherungstarifen gibt es Versicherer, die das ganze Risiko (aber nur) der PV-Anlage abdecken; sogar mit Ausgleich des Ertragsausfalls. 

Wechselrichter (WR):

Das technische Herzstück der PV-Anlage. Er wandelt den Gleichstrom der Module in den Wechselstrom des Netzes um. Dazu muss er die 3 Phasen des Netzes überwachen und in der Regel wird nur auf einer Phase eingespeist. Wird die Verbindung zum Netz unterbrochen oder fällt dieses aus, so kann er nicht einspeisen. Die neueren WR haben keinen Trafo mehr. Sie benötigen darum eine höhere Eingangsspannung. Deshalb sind die Module in Serie (also hintereinander und nicht nebeneinander) geschaltet. Das hat auch den Vorteil, dass wegen den niedrigeren Stromstärken (Leistung = Spannung x Strom) geringere Kabelquerschnitte notwendig sind.

Wirtschaftlichkeit:

Während sich der steuerliche Gewinn mit tatsächlichen Einnahmen und Ausgaben, sowie Abgrenzungen (z.B. Abschreibung) begnügt, verlangt der wirtschaftliche Gewinn mehr. Hier wird eine Vermehrung des eigenen Vermögens - deutlich über den Ausgleich eigener Unkosten hinaus - vorausgesetzt. D.h. man muss die Verzinsung des eingesetzten Kapitals zusätzlich berücksichtigen. 
Hier sind nun die Gewinnauswirkungen einer üblichen PV-Anlage (Größe: 5 kWp; jährlicher Ertrag: 900 kWh/kWp; Kosten: 22.000 EUR Anschaffung, 30 EUR jährl. Zählermiete, 22.000 EUR Kredit zu 5% für 8 Jahre, jeweils ohne USt) aufgezeigt, die am 1.4.2004 in Berieb geht (d.h. 0,574 EUR/kWh):

Jahr

2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016
-2023
2024 Summe
Einnahmen 2370 2996 2996 2996 2996 2571 2558 2546 2534 2522 2509 2497 2441,5 2386 54.010
-Zähler 30 30 30 30 30 30 30 30 30 30 30 30 30 30 630
-Zinsen 821 1008 861 715 568 421 274 127 9     4.805

-Abschreibung

828 1100 1100 1100 1100 1100 1100 1100 1100 1100 1100 1100 1100 272 22.000
Gewinn 369 858 1005 1152 1298 1020 1154 1289 1395 1392 1379 1376 1311,5 2084 26.253
Tilgung 734 2936 2936 2936 2936 2936 2936 2936 714 22.000
erhalten/bezahlt 463 -978 -831 -684 -538 -816 -682 -547 1781 2492 2479 2467 2411,5 2356 +26.253

Der Gewinn ist nach den Grundsätzen der Buchführung mit einer linearen Abschreibung ermittelt. Die Tilgungen dürfen sich hier nicht auswirken. In der Zeile "erhalten/bezahlt" ist der reine Geldfluss ausgedrückt (ohne Abschreibung, aber mit Tilgungszahlungen).
Die wichtigste Zeile dürfte "erhalten/bezahlt" sein. Hier sieht man die jährlichen Zuflüsse bzw. Belastungen. In den ersten Jahren belasten die Tilgungen nur unwesentlich, denn sie sind i.d.R. erst am Ende des Vierteljahres fällig; während die Stromeinnahmen laufend eingehen.. 
Je nach Ertrag und Anschaffungskosten ergeben sich deutliche Gewinn-Unterschiede bei den PV-Anlagen. Bei einem 5% höheren Ertrag und nur 10% geringerem Anschaffungspreis erhöht sich der Gewinn auf 31.620 EUR (bis zum Jahre 2024). 
Man kann eine PV-Anlage also mittlerweile durchaus als Geldanlageobjekt betrachten, denn die hineingesteckten Mittel kommen wieder zurück und sie wirft sogar noch zusätzlich Geld ab. Das ist zwar nicht so üppig, wie bei anderen (Geld-)Anlagen. Ansonsten ist die Sache völlig krisensicher. Außerdem endet die Stromlieferung normalerweise nicht im 21. Jahr. Ohne zusätzlichen Geldeinsatz fliesen ungehindert die Erträge weiter. Einige haben eine PV-Anlage als Alternative zu der Riester-Rente (=Zusatzrente) verwendet. Die Riester-Rente ist ja gerade für Leute ab dem 50. Lebensjahr ein Draufzahl'-Geschäft.
Aber fast hätte ich's bei der Rumrechnerei ja vergessen: Der ökologische Nutzen kommt noch dazu. Nach 21 Jahren hat die obige Anlage ungefähr 86.000 kg CO2 eingespart und in ihrem bescheidenem Umfang Kohle- und Atomstrom verdrängt!

Zellenart:

Die Module sind entweder amorph (homogene Fläche durch Aufdampfung von Silizium) oder bestehen aus mehreren zusammengefügten Zellen, die monokristallin oder polykristallin sein können. Vom Wirkungsgrad sind (auf die Fläche gesehen!) die monokristallinen die besten (17%), dicht gefolgt von den polykristallinen (15%). Die amorphen Module (7-11%) haben durch den Staebler-Wronski-Effekt in den ersten Jahren eine beachtliche Minderung des Wirkungsgrades zu verzeichnen, jedoch sind sie wegen der einfacheren Herstellung die preisgünstigsten Module. Da sie aber mehr (Dach-)Fläche verbrauchen kommen sie bei uns nicht so häufig vor.